Welternährungstag – Welthungertag

Welternährungstag 16. Oktober (Welthungertag)

World Food Day

Die Vereinten Nationen haben den 16. Oktober jeden Jahres zum Welternährungstag - auch als Welthungertag bekannt - erklärt. Der Welternährungstag steht jedes Jahr unter einem anderen Motto.


Welthungertag 2019 - Thema und Logo

Welternährungstag 2019

Das Thema des World Food Day 2019 lautet: "Our actions are our future. Healthy diets for a #ZeroHunger world". Auf Deutsch: "Unser Handeln ist unsere Zukunft. Gesunde Ernährung für eine Welt ohne Hunger". Das Motto bezieht sich auf das zweite der insgesamt 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (sustainable development goals) der UN-Agenda 2030. Kein Hunger bedeutet: den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.

Der Welternährungstag soll darauf aufmerksam machen, dass weltweit noch immer Millionen Menschen an Hunger leiden. Die diesjährige globale Hauptzeremonie findet im FAO-Hauptquartier in Rom statt. Das Thema des Welternährungstags 2019 kommt Ihnen sperrig vor? Genauso sperrig ist auch die globale Resonanz. Man erinnert an den Tag, macht einen internationalen Poster- und Video-Design Wettbewerb - und damit hat es sich weitestgehend...

Interessanter ist der jährlich erscheinende Bericht über den Stand von Ernährungssicherheit und Hunger in der Welt. Der Bericht 2019 macht deutlich, dass es bei "#ZeroHunger" nicht nur darum geht, den Hunger zu bekämpfen, sondern auch darum, mit angemessener Ernährung den Planeten zu schonen. Deshalb werden branchenübergreifende Maßnahmen gefordert, um gesunde und nachhaltige Ernährung für jedermann erschwinglich und zugänglich zu machen. Gleichzeitig werden alle dazu aufgerufen, darüber nachzudenken, was wir essen.

Besorgniserregend: Die Zahl der chronisch Unterernährten ist zum dritten Mal in Folge gestiegen - von rund 785 Millionen in 2015 auf fast 822 Millionen in 2018. Zugleich nimmt die Zahl der Übergewichtigen und Fettleibigen weltweit zu - in allen Regionen. Mehr als 670 Millionen Erwachsene und mehr als 120 Millionen Jungen und Mädchen (5-19 Jahre) sind fettleibig, und rund 40 Millionen Kinder under fünf Jahren sind übergewichtig.

Weiterführende externe Links


Entwicklungspolitik - die jährlichen "Menschenopfer" der Welt

Die jährlichen "Menschenopfer" der Welt

Alle 5 Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen der Unterernährung. Das sind 24.000 Tote täglich und  fast 9 Millionen Tote jährlich.

Dies sind vorsichtige Schätzungen. Andere Zahlen gehen von täglich bis zu 100.000 Toten aus - mehr als 30 Millionen jährlich. Dieses Massaker geschieht täglich im Wissen aller. Trotz Gen-Pflanzen und High-Tech-Landwirtschaft bleibt der Hunger die Todesursache Nummer eins in der Welt.

Um diese Webseite nicht zu überfrachten, haben wir weitere Hintergrundinformationen zum Thema Welthungertage auf einer gesonderten Webseite zusammengefasst
•  Welthungertage - Hintergrundinformation


Kommentar

Noch immer sterben nach Angaben des Welternährungsprogramms (World Food Programme - WFP) mehr Menschen an Unterernährung als an Aids, Malaria und Tuberkulose zusammen. Weit mehr Menschen kommen durch Hunger ums Leben als durch Kriege.

2005 hatten rund 947 Millionen Menschen auf der Welt nicht genug zu essen. Die Zahl der Hungernden ist bis 2015 auf 785 Millionen (10,6% der Weltbevölkerung) zurückgegangen, steigt aber seitdem wieder an - und zwar nominal (822 Mio. in 2018) und prozentual (10,8% in 2018). Das Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen, den weltweiten Hunger bis zum Jahr 2030 zu beenden, kann nur mit größten internationalen Anstrengungen erreicht werden. Vor allem Krisen und Konflikte, Naturkatastrophen und die Folgen des Klimawandels stellen große Herausforderungen im Kampf gegen den Hunger dar.

Viele Opfer verhungern nicht, weil sie zu wenig Nahrung finden. Sie sterben, weil sie verschmutztes Wasser trinken müssen. Oder weil sie unsaubere Nahrungsmittel zu sich nehmen, die jedes Jahr für zwei Milliarden Krankheitsfälle sorgen. Alle vier Minuten verliert ein Mensch wegen Vitamin A-Mangels sein Augenlicht. Kinder bleiben in Folge von Proteinmangel geistig behindert.

Ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet, denn es gibt keinen objektiven Mangel an Nahrung. Doch eine bessere Verteilung will nicht gelingen, und Hilfslieferungen sind keine Dauerlösung. Zur Selbsthilfe fehlt den Betroffenen aber viel - zum Beispiel:

•  Finanzielle Mittel
•  Zugang zu bewirtschaftbarem Boden
•  Sauberes Wasser
•  Bildung

Profitinteressen verschärfen die Lage und Agrarsubventionen der Industrieländer benachteiligen die Entwicklungsländer. Folge: Der Hungertod bleibt allgegenwärtig. Man erklärt dies meist mit Naturgesetzlichkeit oder Überbevölkerung - beides halten Experten für eine glatte Lüge...