Welternährungstag – Welthungertag

Welternährungstag 16. Oktober (Welthungertag)

World Food Day

Die Vereinten Nationen haben den 16. Oktober jeden Jahres zum Welternährungstag - auch als Welthungertag bekannt - erklärt. Der Welternährungstag steht jedes Jahr unter einem anderen Motto.


Welternährungstag 2018

Das Thema des World Food Day 2018 lautet: "Our Actions are our Future - A #ZeroHunger world by 2030 is possible." Übersetzt: "Unsere Handlungen sind (bestimmen) unsere Zukunft - eine "Null-Hunger"-Welt in 2030 ist möglich". Das Motto entstammt dem zweiten der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Agenda 2030): "Kein Hunger" = den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.

Der Welternährungstag soll darauf aufmerksam machen, dass weltweit noch immer Millionen Menschen an Hunger leiden. Die diesjährige globale Hauptzeremonie findet im FAO-Hauptquartier in Rom statt. Das Thema des Welternährungstags 2018 kommt Ihnen sperrig vor? Genauso sperrig ist auch die globale Resonanz. Man erinnert an den Tag, macht einen internationalen Poster- und Video-Design Wettbewerb - und damit hat es sich weitestgehend...

Interessanter sind die jährlich erscheinenden Berichte und Daten über den Stand von Ernährungssicherheit und Hunger in der Welt. Für 2018 weisen sie für 51 Länder eine „ernste“ oder „sehr ernste“ Lage aus. Die Berichte 2018 stellen den Zusammenhang zwischen Hunger, Flucht und Vertreibung ins Zentrum der Analyse. Besorgniserregend: Die Zahl der chronisch Unterernährten ist zum dritten Mal in Folge gestiegen - auf fast 821 Millionen in 2017 von rund 804 Millionen in 2016.

Weiterführende externe Links


Entwicklungspolitik - die jährlichen "Menschenopfer" der Welt

Die jährlichen "Menschenopfer" der Welt

Alle 5 Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen der Unterernährung. Das sind 24.000 Tote täglich und  fast 9 Millionen Tote jährlich.

Dies sind vorsichtige Schätzungen. Andere Zahlen gehen von täglich bis zu 100.000 Toten aus - mehr als 30 Millionen jährlich. Dieses Massaker geschieht täglich im Wissen aller. Trotz Gen-Pflanzen und High-Tech-Landwirtschaft bleibt der Hunger die Todesursache Nummer eins in der Welt.

Um diese Webseite nicht zu überfrachten, haben wir weitere Hintergrundinformationen zum Thema Welthungertage auf einer gesonderten Webseite zusammengefasst
•  Welthungertage - Hintergrundinformation


Kommentar

Noch immer sterben nach Angaben des Welternährungsprogramms (World Food Programme - WFP) mehr Menschen an Unterernährung als an Aids, Malaria und Tuberkulose zusammen. Weit mehr Menschen kommen durch Hunger ums Leben als durch Kriege.

2015 hatten 795 Millionen Menschen auf der Welt nicht genug zu essen. Die Zahl der Hungernden ist seit 1990 um 216 Millionen zurückgegangen. Das Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen, den weltweiten Hunger bis zum Jahr 2030 zu beenden, kann jedoch nur mit größten internationalen Anstrengungen erreicht werden. Vor allem Krisen und Konflikte, Naturkatastrophen und die Folgen des Klimawandels stellen große Herausforderungen im Kampf gegen den Hunger dar. (Quelle: State of Food Insecurity in the World, FAO 2015)

Viele Opfer verhungern nicht, weil sie zu wenig Nahrung finden. Sie sterben, weil sie verschmutztes Wasser trinken müssen. Oder weil sie unsaubere Nahrungsmittel zu sich nehmen, die jedes Jahr für zwei Milliarden Krankheitsfälle sorgen. Alle vier Minuten verliert ein Mensch wegen Vitamin A-Mangels sein Augenlicht. Kinder bleiben in Folge von Proteinmangel geistig behindert.

Ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet, denn es gibt keinen objektiven Mangel an Nahrung. Doch eine bessere Verteilung will nicht gelingen, und Hilfslieferungen sind keine Dauerlösung. Zur Selbsthilfe fehlt den Betroffenen aber viel - zum Beispiel:

•  Finanzielle Mittel
•  Zugang zu bewirtschaftbarem Boden
•  Sauberes Wasser
•  Bildung

Profitinteressen verschärfen die Lage und Agrarsubventionen der Industrieländer benachteiligen die Entwicklungsländer. Folge: Der Hungertod bleibt allgegenwärtig. Man erklärt dies meist mit Naturgesetzlichkeit oder Überbevölkerung - beides halten Experten für eine glatte Lüge...