NATO – Entwicklung der Mitgliedschaft

NATO - Entwicklung der Mitgliedschaft von 1949 bis heute

 

Entwicklung der Mitgliedschaft

Die Grafik gibt einen Überblick über die Entwicklung der Mitgliedschaft der Allianz, beginnend mit den 12 Gründungsstaaten am 4. April 1949.

Anmerkungen: (1) Island hat keine eigenen Streitkräfte. (2) Frankreich verließ 1966 die militärische Struktur der Allianz, entwickelte eigene Atomwaffen und eine eigene Strategie. Das Land blieb aber nach wie vor Mitglied in der politischen Struktur der Allianz. Am 18. März 2009 stimmte die französische Nationalversammlung der Rückkehr Frankreichs - nach 43-jähriger Abwesenheit - in die integrierte Militärstruktur der NATO zu.

Eine tabellarische Übersicht über die Entwicklung der NATO-Mitgliedschaft finden Sie am Seitenende.

Weiterführender externer Link

  • NATO
    (Offizielle Webpräsenz der Allianz - in Englisch)

NATO - Chronik der Erweiterungen (Kartengrafik)

 

Chronik der NATO-Erweiterungen

Die Grafik zeigt in fünf Karten die Mitglieder der Allianz von 1949 bis heute wie folgt:

  • die Gründung der NATO und die zwölf Gründungsmitglieder 1949
  • die drei Westerweiterungen um vier Staaten von 1952 bis 1982
  • die erste Osterweiterung um drei Staaten 1999
  • die zweite Osterweiterung um sieben Staaten 2004
  • die Westbalkan-Erweiterung um zwei Staaten 2009 und einen Staat in 2017.

Die eingefügte Legende erläutert die Besonderheiten der Entwicklung.


Kommentar

Die NATO hat in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts schrittweise den Wandel vom einem eher auf Verteidigungsfragen konzentrierten Bündnis hin zu einer Organisation zur Krisenbewältigung und Stabilitätsförderung vollzogen.

Die Aufnahme der neuen Mitglieder war lange Zeit umstritten. Insbesondere im Fall der drei baltischen Staaten war zunächst der Widerstand Russlands zu überwinden, obwohl die vormalige Führungsmacht des Ostblocks inzwischen durch die NATO-Russland-Grundakte (1997) und den erneuerten und vertieften NATO-Russland-Rat (2002) eng mit der NATO verbunden ist (einige Beobachter sprechen sogar von einer "de facto" - Mitgliedschaft).

Das Horror-Szenario eines bewaffneten Konflikts mit Russland im Falle einer Aufnahme der drei baltischen Staaten in die NATO hat sich als das herausgestellt was es war: unbegründet. Allerdings hat die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2013 und der bewaffnete Konflikt in der Ost-Ukraine entsprechenden Ängsten insbesondere in den baltischen Staaten und in Polen wieder Nahrung gegeben.

Von Medien und der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen hat die NATO 2003 entscheidende strukturelle und konzeptionelle Weichenstellungen vollzogen: Im Frühsommer 2003 wurde die militärische Kommandostruktur grundlegend verändert und zugleich verschlankt; im Herbst wurden die ersten Teile der NATO Response Force (NRF), einer schnellen und global(!) einsetzbaren Eingreiftruppe - in Dienst gestellt.

Die Erweiterung der NATO um 7 Staaten im Frühjahr 2004 anlässlich des 55. Jahrestages der Allianz muss im Zusammenhang gesehen werden mit der Aufnahme von 10 neuen Staaten in die Europäische Union (EU). Allmählich wächst zusammen, was zusammen gehört - und die noch verbleibenden "weißen Flecken" auf der Landkarte Europas (vornehmlich neutrale Staaten und Staaten des Westbalkans) werden sich langfristig ebenfalls integrieren (müssen).


Tabelle
Entwicklung der NATO-Mitgliedschaft

1949
(Gründungsmitglieder)
(NATO-12)

Belgien
Dänemark
Frankreich
Großbritannien
Island
Italien
Kanada
Luxemburg
Niederlande
Norwegen
Portugal
USA
1952
(NATO-14)
Griechenland
Türkei
1955
(NATO-15)
Bundesrepublik Deutschland
1982
(NATO-16)
Spanien
1999
(NATO-19)
Polen
Tschechien
Ungarn
2004
(NATO-26)
Bulgarien
Estland
Lettland
Litauen
Rumänien
Slowakei
Slowenien
2009
(NATO-28)
Albanien
Kroatien
2017
(NATO-29)
Montenegro

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13 Juni 2017 Kategorien NATO