Einwohnerzahlen im internationalen Vergleich

Bevölkerungsentwicklung seit 1989 im Vergleich

Bevölkerungsentwicklung im Vergleich

Die Grafik vergleicht die Einwohnerzahlen von 1989 und heute. Im linken Diagramm zeigen die Säulen die DDR (hellrot), die Bundesrepublik Deutschland (grün), die USA (blau) und die Sowjetunion (rot). Im rechten Diagramm zeigen die Säulen die USA (blau), Russland (rot) und das heutige Deutschland (grün).

Für den Betrachter immer wieder frappierend: Die deutliche (und de facto kontinuierliche) Steigerung der US-amerikanischen Einwohnerzahl und die relativ geringe Einwohnerzahl Russlands im Vergleich zur ehemaligen Sowjetunion (als deren "Fortsetzerstaat" Russland gilt) ebenso wie im Vergleich zu den USA.

Und bitte beachten: Allein Deutschland und Frankreich haben mit zusammen rund 150 Millionen mehr Einwohner als Russland, und die Bevölkerung der EU-27 ist mit rund 450 Millionen etwa 3 mal so groß wie die Russlands.


Kommentar

Sterben die Deutschen also aus? Wird Deutschland zu einem Altersheim? Nein - sicher nicht. Aber die derzeitige und künftige Bevölkerungsstruktur gibt Anlass zu großer Sorge.

(1) Fakt ist erstens

 
  • immer weniger jüngere Menschen (Arbeitnehmer und Beitragszahler) müssen
  • für immer mehr ältere Menschen (Rentner und Ruheständler)
  • die immer länger leben (glücklicherweise)
  • immer mehr aufwenden (z.B. für längeren Rentenbezug und für höhere Gesundheitsaufwendungen)

Das Problem ist zwar nicht neu, aber seine Lösung wird zunehmend dringlicher: Die Sozialsysteme müssen verändert und den neuen Bedingungen angepasst werden. Die auf dem sogenannten Generationenvertrag beruhende Altersversorgung lässt sich so nicht mehr aufrechterhalten und wird sich zwangsläufig deutlich verringern. Die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf das Gesundheitssystem sind ebenso alarmierend: Da die Menschen (glücklicherweise) immer älter werden, werden auch die zu behandelnden Alterskrankheiten zunehmen - und damit das Gesundheitssystem immer stärker belasten. Schon heute sind über 25 Prozent der Menschen in Deutschland älter als 60 Jahre.

(2) Fakt ist zweitens

"Schuld" an dieser Entwicklung sind letztlich wir alle: Wir wollen zwar lang leben, aber möglichst nicht alt werden. Wer länger lebt, wird erfahrungsgemäß aber auch zugleich gesundheitlich anfälliger und versorgungsabhängiger. Ergo - wie es eine angelsächsische Redensart formuliert: "Man kann den Kuchen nicht essen und zugleich behalten".


Weiterführende externe Links

  • Statistisches Bundesamt (Destatis)
    (siehe dort Themenbereich "Bevölkerung")
  • Bundesministerium des Innern (BMI)
    (siehe dort Themenbereich "Migration und Integration" mit vielen weiterführenden Links)
  • "Zuwanderungsbericht"
    (Volltext des Berichts der sogenannten Süssmuth-Kommission vom 4. Juli 2001 - lesenswert! Originaltitel: "Zuwanderung gestalten - Integration fördern" - Bericht der Unabhängigen Kommission "Zuwanderung"). Hinweis: Falls Verbindungsprobleme auftreten: Zuwanderungsbericht UND Süssmuth in der Suchmaschine eingeben.