China – Konfliktherde in und um China

Konfliktherde in und um China

Konfliktpotential im Überblick

Die Übersichtskarte zeigt eine Auswahl von Konfliktherden in und um China, namentlich die diversen Gebietsstreitigkeiten an Chinas Landgrenzen, der Inselstreit mit Japan und südostasiatischen Ländern, die sino-japanischen Beziehungen, die Haltung zu Taiwan ("ein Land, zwei Systeme"), die internen Probleme (dargestellt am Beispiel Tibet und Uiguren) sowie die potentiellen Wasserkonflikte mit südlichen Flussanrainerstaaten.

Einige ausgewählte Konfliktherde und Problemzonen werden im Folgenden näher dargestellt.


China - Gebietsstreitigkeiten mit Indien (Karte)

Der Kaschmirkonflikt
und andere Gebietsstreitigkeiten mit Indien

Hinweis: In der Grafik nicht eingezeichnet ist der eingefrorene Konflikt um das Gebiet Arunachal Pradesh, um das 1962 ein kurzer Krieg mit Indien geführt wurde. Das Gebiet ist heute eine indische Provinz.

 


China - sino-Japanischer Inselstreit um die Senkaku-Inseln

Der Inselstreit um die Senkaku-Inseln

Das Schaubild verdeutlicht den permanenten sino-japanischen Inselstreit um die Senkaku-Inseln (rechte Grafik) und die geostratische Sicht Chinas auf die westpazifischen Inselketten insgesamt (linke Grafik).

 


China - der Inselstreit im südchinesischen Meer (Karte)

Der Inselstreit im Südchinesischen Meer

Im Mittelpunkt des Streits steht der Anspruch Chinas insbesondere auf die Paracel-Inseln und die Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer. Bei dem Inselstreit geht es um Macht, Einfluss, Seewege und vor allem um Rohstoffe.

Das Konfliktpotential mit und die nationalen Interessen von einer Vielzahl südostasiatischer Staaten ist hoch und dürfte sich in Zukunft weiter steigern. Chinas Trick: Atolle und Kleinstinseln werden ausgebaut und militärisch belegt. Das Seegebiet um diese "neuen Teile Chinas" wird beansprucht und soll notfalls verteidigt werden. 


Wasserquelle tibetanisches Hochland

Wasserquelle tibetanisches Hochland
(Testen Sie sich und Andere...)

Die Grafik ist als ein kleiner "Geografie-Test" konzipiert. Zu beantworten ist die Frage, welche der vorgegebenen Flussnamen zu welchem der in Blau eingezeichneten Flüsse gehört.

Service für die Allwissenden: Wenn Sie den Test überspringen wollen - die Auflösung finden Sie durch Klick und Touch in der folgenden Grafik.

Wasserquelle tibetanisches Hochland

Die Auflösung

Die Grafik zeigt die wichtigsten Wasserläufe in und um China numerisch gekennzeichnet inklusive der Zuordnung ihrer Namen.

Die Karte verdeutlicht nicht nur die geostrategische, sondern auch die existentielle Bedeutung des tibetanischen Hochlands als Wasserquellgebiet für Chinas Flüsse - und die seiner Nachbarn!


Potentielle Wasserkonflikte

Natürlich dienen die beiden Karten zum tibetanischen Hochland nicht nur dem Wissenstest. Anhand der Grafik kann man verschiedene Fakten, Problembereiche und Konfliktpotentiale verdeutlichen, so zum Beispiel:

1.  Das tibetanische Hochland geht weit über die Grenzen Tibets hinaus und schließt u.a. im Süden den Himalaya und im Norden die an die Wüstengebiete grenzenden Gebirgszüge ein.

2.  Die wichtigsten Flüsse Chinas (und ihre vielen Nebenflüsse) entspringen im tibetanischen Hochland. Das Gebiet ist deshalb nicht nur von geostrategischer, sondern auch von existentieller Bedeutung für China (was nicht rechtfertigt, das Gebiet gewaltsam zu besetzen!).

3.  Die wichtigen vom tibetanischen Hochland nach Süden führenden Flüsse, insbesondere der Saluen und der Mekong, bieten Konfliktpotential mit den südostasiatischen Anrainerstaaten: Je mehr Wasser bereits in China genutzt wird (Stichwort Staudämme), desto weniger Wasser kommt in den südlich gelegen Ländern an, und desto notwendiger sind kooperative Lösungen und Absprachen.

4.  Problematisch ist der vielfache Bau von Staudämmen nicht nur in China, sondern in fast allen Anrainerstaaten, denn nahezu alle Bauwerke liegen in stark erdbebengefährdeten Gebieten.

 

02 Dezember 2016 Kategorien China