Bruttoinlandsprodukt Deutschlands – Jahresergebnisse

SPOTLIGHT: Im Jahr 2016 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 Prozent höher als im Vorjahr.


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Bruttoinlandsprodukt (BIP) im aktuellen Jahresvergleich

Aktueller Jahresvergleich

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war auch im Jahr 2016 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Die Grafik zeigt die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der letzten 16 Jahre. Das preisbereinigte BIP war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2016 um 1,9% höher als im Vorjahr (kalenderbereinigt: +1,8%).

In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP in einer ähnlichen Größenordnung gewachsen: 2015 um 1,7% und 2014 um 1,6%. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 einen halben Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von +1,4% lag.

Datenquelle aller Zahlen auf dieser Webseite ist das Statistische Bundesamt (Destatis). Näheres siehe Erläuterungen weiter unten.

Weiterführender externer Link


Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Krisenjahr 2009

Details zum Krisenjahr 2009

Die Grafik zeigt die prozentuale Veränderung des preisbereinigten BIP gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal (Säulen) und gegenüber dem jeweiligen Vorquartal (blaue Linie und Kreise) für die Jahre 2007 bis 2011. Die Veränderungen des BIP sind in der gleichen Systematik wie in der o.a. Grafik dargestellt und basieren auf den neuen revidierten Zahlen vom August 2016.

Deutlich wird der beginnende Einbruch im vierten Quartal 2008, der im zweiten Quartal 2009 mit minus 7,9 Prozent seinen Tiefpunkt erreichte. Im weiteren Jahresverlauf zeichnete sich eine Stabilisierung der Wirtschaftsentwicklung auf niedrigem Niveau ab. Das Jahr 2010 zeigt bereits vom ersten Quartal an eine wirtschaftliche Erholung, die den Einbruch zwar noch nicht wettmachte, aber eine gute Ausgangsbasis für die folgenden Jahre bot.

Hinweis: Die Grafik verbleibt auf dieser Webseite, um auch weiterhin einen Vergleich des Krisenjahres 2009 mit aktuellen und künftigen Veränderungen des BIP zu ermöglichen.

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Erläuterungen

Jedes Jahr im August werden die bisher veröffentlichten Ergebnisse der letzten vier Jahre sowie des ersten Quartals des laufenden Jahres überarbeitet und, soweit erforderlich, revidiert. Korrekturen der saison- und kalenderbereinigten Ergebnisse sind in der gesamten Zeitreihe ab 1991 möglich.

Die aktuelle Neuberechnung 2016 ergab Veränderungsraten des jährlichen und vierteljährlichen BIP, die um bis zu 0,2 Prozentpunkte - gleich ca. 6 Milliarden Euro - von den bisher veröffentlichten Ergebnissen abweichen. Insbesondere die Veränderungsraten des BIP für die Quartale und die Jahre 2012 und 2013 wurden nach oben korrigiert.

Diese laufenden Revisionen werden routinemäßig durchgeführt, um neu verfügbare statistische Informationen in die Berechnungen einzubeziehen. Die Berechnung des BIP und anderer makroökonomischer Größen wird damit sukzessive auf eine statistisch immer besser fundierte Datenbasis gestellt. Die für eine "finale" Berechnung der Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) notwendigen Basisstatistiken liegen vollständig spätestens nach vier(!) Jahren vor, so dass erst dann die Ergebnisse endgültig sind und nicht mehr regelmäßig revidiert werden müssen.


Kommentar

Vorsicht Zahlenfallen

1. Die Quartalsvergleiche zur Entwicklung des BIP führen häufig zu Irritationen, da die Zahlenangaben zum Vorjahres-Quartal oft mit denen zum unmittelbaren Vor-Quartal verwechselt werden. Während der Vorjahresvergleich die reale langfristige Veränderung des BIP widerspiegelt, lässt der Vergleich mit dem unmittelbaren Vorquartal Aussagen über den Trend des BIP zu. Hierbei wird im Allgemeinen davon ausgegangen, dass eine Verringerung des BIP über einen Zeitraum von zwei Quartalen einen "Abschwung", und eine Erhöhung über diesen Zeitraum einen "Aufschwung" kennzeichnet.

2. Die Veränderung des BIP wird im Allgemeinen in preisbereinigten, verketteten Werten angegeben, die auch Grundlage für die in den o.a. Grafiken eingearbeiteten Daten sind. Werden Kalenderfaktoren und/oder Saisonfaktoren eingerechnet, ergeben sich zum Teil deutlich unterschiedliche Werte.