Die Eurozone auf einen Blick

Mitglieder der Eurozone

Die €urozone

Als Eurozone (amtlich auch Euro-Währungsgebiet oder Euroraum) wird die Gruppe derjenigen EU-Staaten bezeichnet, die den Euro als offizielle Währung eingeführt haben. Der Euro hat sich, aller Unkenrufe zum Trotz, zu einer stabilen und weltweit anerkannten Währung entwickelt. Derzeit nehmen 19 der 28 EU-Mitgliedstaaten an der gemeinsamen Währungsunion teil, weshalb sie auch oft als "Euro-19" bezeichnet wird. Neue Beitrittskandidaten müssen die sogenannten Konvergenzkriterien erfüllen (siehe Seitenende).

Mitglieder der Euro-Zone (19)

Von den 28 EU-Staaten haben 9 Länder den Euro noch nicht eingeführt (siehe Grafik und Tabelle am Seitenende). Jüngste Entwicklung: Litauen wurde am 1. Januar 2015 das 19. Mitglied der Eurozone.
Besonderheiten:

  • Ein Land - Dänemark - nimmt am Wechselkursmechanismus II (WKM II) teil, der eine notwendige Voraussetzung zum Beitritt in die Euro-Zone ist.
  • Zwei Länder - Großbritannien und Dänemark - sind von der verpflichtenden Euro-Einführung ausgenommen. Sie verfügen über vertraglich zugesicherte Ausnahmeregelungen (Opt-outs). Sie müssen den Euro nicht einführen.

Weiterführende externe Links


Tabelle
Mitglieder der Eurozone (19)

Belgien
Deutschland
Estland (2011)
Finnland
Frankreich
Griechenland (2001)
Irland
Italien
Luxemburg
Lettland (2014)
Litauen (2015)
Malta (2008)
Niederlande
Österreich
Portugal
Slowakei (2009)
Slowenien (2007)
Spanien
Zypern (2008)

Ein EU-Staat mit WKM II: Dänemark.
Acht EU-Staaten ohne WKM II: Bulgarien, Großbritannien, Kroatien, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien, Ungarn.


Vergleich von Eurozone und Schengenraum

Immer wieder gerne nachgefragt - wer ist wo Mitglied? Deshalb zum Vergleich: die Eurozone und der Schengenraum.

Mitglieder von Eurozone und Schengenraum im Vergleich

Eurozone (links in Blau)

  • 19 Mitglieder
    (darunter 7 "neue" EU-Mitgliedstaaten)
  • 9 Länder, die noch nicht teilnehmen
    (darunter 3 "alte" EU-Mitgliedstaaten:
    Großbritannien, Dänemark und Schweden)
Schengenraum (rechts in Grün)

  • 26 Vollanwenderstaaten
    (darunter vier Nicht-EU-Staaten: Island, Norwegen, Schweiz und Liechtenstein)
  • 4 Länder, die zunächst Teilanwenderstaaten sind (Kroatien, Rumänien, Bulgarien und Zypern)
  • 2 Länder, die nur bedingt teilnehmen
    (Großbritannien und Irland)

Konvergenzkriterien
(Beitrittskriterien zur Eurozone)

Um Teil der Eurozone zu werden, müssen EU-Mitgliedstaaten verschiedene Kriterien erfüllen. Diese wurden 1992 im Vertrag von Maastricht festgelegt (deshalb auch häufig als "Maastricht-Kriterien" bezeichnet) und mit dem Vertrag von Lissabon in den "Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV)" integriert. Die Kriterien verdeutlichen, welchen Grad an finanzieller und wirtschaftlicher Konvergenz die Mitgliedstaaten erreichen müssen, um den Euro einführen und Mitglied der Eurozone werden zu können.

1.  Preisstabilität (die 1,5%-Marke)
2.  Haushaltstabilität
     a. Öffentliches Defizit (der 3%-Schwellenwert)
     b. Öffentlicher Schuldenstand (der 60%-Schwellenwert)
3.  Langfristige Zinssätze (die 2%-Marke)
4.  Wechselkursstabilität (die 2-Jahres-Frist)
5.  Nationale Rahmenbedingungen

Näheres hierzu siehe die interne Webseite
•  Konvergenzkriterien der Eurozone - die Maastricht-Kriterien