Bundeshaushalt 2020

SPOTLIGHT: Der Bund kann im kommenden Jahr 362,6 Milliarden Euro ausgeben. Dies legte am 20. März 2019 der Eckwertebeschluss der Bundesregierung zum Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2020 und zum Finanzplan 2019 bis 2023 fest. Dies ist ein erster Schritt des regierungsinternen Haushaltsaufstellungsverfahrens. Der endgültige Haushalt wird in der Regel am Ende des laufenden Jahres vom Bundestag beschlossen.


Bundeshaushalt 2020 - Eckwertebeschluss der Bundesregierung - März 2019

Bundeshaushalt 2020

Der Bund kann im kommenden Jahr 362,6 Milliarden Euro ausgeben. Gegenüber dem Soll für 2019 steigt der Etat des Bundes damit um rund 6 Milliarden Euro (+1,7 Prozent). Die wichtigsten Eckwerte für 2020 sind:

Gesamtausgaben 362,6 Mrd. Euro
Neuverschuldung = 0,0 Mrd. Euro
Investitionen = 39,6 Mrd. Euro (grüne Säule)

Größte Einzelposten (Balken) sind
•  Arbeit und Soziales = 148,76 Mrd. Euro
•  Verteidigung = 45,10 Mrd. Euro
•  Verkehr und digitale Infrastruktur = 29,41 Mrd. Euro
•  Bundesschuld = 18,78 Mrd. Euro (roter Balken)

Die größten zweistelligen prozentualen Zuwächse gegenüber dem Vorjahr verbuchen das BM Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, das BM Wirtschaft und Energie sowie der Etat Allgemeine Finanzverwaltung. Nominal legten die Einzelpläne für Arbeit und Soziales sowie für Verteidigung um jeweils rund 3 Milliarden Euro zu.

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Anmerkungen zum Bundeshaushalt

1. Neuverschuldung

Die Schwarze Null soll auch 2020 stehen - dann zum siebten Mal in Folge. Im Jahr 2014 kam der Bundeshaushalt erstmals seit 1969 ohne Neuverschuldung aus. Doch der Bundesrechnungshof warnt, wie andere auch, vor möglichen Risiken und Belastungen. Zum einen profitiert der Bund derzeit von niedrigen Zinsen. Wenn das Zinsniveau wieder ansteigt, drohen dem Bund wegen der hohen Altschulden deutliche Mehrausgaben. Zum anderen stopfen derzeit die hohen Steuereinnahmen viele Löcher. Flaut die Konjunktur wie erwartet ab, werden sich die Einnahmen deutlich verringern.

2. Bundesschuld

Hinter dem Einzelposten "Bundesschuld" verbergen sich in erster Linie die Zinsausgaben des Bundes. Diese Aufwendungen konnten in den letzten Jahren aufgrund niedriger Zinsen deutlich gesenkt werden. Dennoch muss der Bund mittelfristig vermutlich etwa jeden zehnten Euro für den Zinsdienst aufwenden - also Geld aufbringen, dass durch den Schornstein raucht, ohne dass damit auch nur ein einziger Euro des Schuldenberges abgebaut würde.

3. Allgemeine Finanzverwaltung

Der Etat "Allgemeine Finanzverwaltung", hinter dem sich in erster Linie Ausgaben für Pensionen etc. verbergen, hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht und dürfte auch langfristig angesichts der in den vergangenen Jahrzehnten mangelnden Vorsorge noch deutlicher zunehmen.

4. Arbeit und Soziales

Der Einzeletat des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ist und bleibt nach wie vor der weitaus größte Einzelposten des Bundeshaushalts und verschlingt inzwischen fast 42 Prozent der Ausgaben - trotz des erfreulichen Abbaus der Arbeitslosigkeit.

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