Bundestagswahlen – Wahlergebnisse

Deutschland - Bundestagswahl 2017 - endgültiges Wahlergebnis

Bundestagswahl 2017

Amtliches Wahlergebnis
(1) links oben die Stimmenanteile der Parteien (Prozentzahlen der Zweitstimmen)
(2) links unten die Gewinne und Verluste der Parteien gegenüber 2013 (Prozentzahlen der Zweitstimmen)
(3) rechts oben die Sitzverteilung im neuen 19. Deutschen Bundestag
(4) rechts unten die Gewinne und Verluste der Sitze gegenüber 2013

Der 19. Deutsche Bundestag, hat 709 Sitze (davon 111 Überhang- und Ausgleichsmandate - siehe auch Erläuterung weiter unten).  Die einfache Mehrheit beträgt 355 Sitze. Die Sitzverteilung in Tabellenform finden Sie am Seitenende. Die Wahlbeteiligung lag bei 76,2% und damit um 4,7% höher als 2013.  

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Bundesrepublik Deutschland - die Bundestagswahl 2013 (Endergebnis)

Bundestagswahl 2013

Amtliches Wahlergebnis
(1) links oben die Stimmenanteile der Parteien (Prozentzahlen der Zweitstimmen)
(2) links unten die Gewinne und Verluste der Parteien gegenüber 2009 (Prozentzahlen der Zweitstimmen)
(3) rechts oben die Sitzverteilung im neuen 18. Deutschen Bundestag
(4) rechts unten die Gewinne und Verluste der Sitze gegenüber 2009

Der aktuelle Bundestag, der 18. Deutsche Bundestag, hat 631 Sitze (davon 4 Überhang- und 29 Ausgleichsmandate - siehe auch Erläuterung weiter unten).  Die Wahlbeteiligung lag mit 71,5% nur um 0,7% höher als 2009 (2005 = 77,7 Prozent).  Die einfache Mehrheit beträgt 316 Sitze. Die Große Koalition (GroKo) verfügt über 504 Sitze. Die Sitzverteilung in Tabellenform finden Sie am Seitenende.

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Bundesrepublik Deutschland - die Bundestagswahl 2009 (Endergebnis)

Zum Vergleich - die Bundestagswahl 2009

Amtliches Wahlergebnis
(1) links oben die Prozentzahlen der Zweitstimmen der Parteien
(2) links unten die Gewinne und Verluste der Parteien im Vergleich zur vorhergehenden Bundestagswahl
(3) rechts oben die Sitzverteilung im Deutschen Bundestag
(4) rechts unten eine bildliche Übersicht über die Sitzordnung im Bundestag

Der 2009 gewählte 17. Bundestag umfasste 598 Abgeordnete zuzüglich 24 Überhangmandate, also insgesamt 622 Abgeordnete (2005: 614 Abgeordnete). Die Überhangmandate verteilten sich auf die CDU (21) und die CSU (3). Diese Parteien erhielten, vereinfach gesagt, zusammen durch Direktmandate mehr Sitze als ihnen nach ihren Zweitstimmen-Prozentanteilen normalerweise zugestanden hätten. Die Wahlbeteiligung lag 2009 bei nur 70,8 Prozent nach 77,7 Prozent in 2005.


Bundesrepublik Deutschland - die Bundestagswahl 2005 (Endergebnis)

Zum Vergleich - die Bundestagswahl 2005

Die Grafik zeigt die Ergebnisse der Bundestagswahl 2005 in gleicher Anordnung wie die Grafik für 2009 und ermöglicht so einen schnellen Überblick über die Veränderungen der Stimmen und Sitze.


Überhang- und Ausgleichsmandate

Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei bei einer personalisierten Verhältniswahl durch Direktwahl in den Wahlkreisen mehr Mandate erringt, als ihr gemäß dem Ergebnis der Verhältniswahl zustehen würden. Auf Deutschland bezogen bedeutet dies, dass Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei mehr Direktmandate durch Erststimmen in einem Bundesland erringt als ihr gemäß dem Zweitstimmenergebnis in diesem Bundesland zustehen würde.

Um zu klären, ob Überhangmandate in einem personalisierten Verhältniswahlrecht verfassungsgemäß sind, wurden mehrere Wahlprüfungsbeschwerden beim Bundesverfassungsgericht erhoben. Dieses hat die bisherige Vergabe der Überhangmandate wegen des Phänomens des negativen Stimmgewichts für teilweise verfassungswidrig erklärt. Dem Gesetzgeber wurde zur Neuregelung eine Frist bis Juni 2011 eingeräumt, so dass zur Bundestagswahl 2009 noch einmal die alte Regelung toleriert wurde.

Eine 2011 von der Koalition beschlossene Neufassung des Bundeswahlgesetzes wurde vom Bundesverfassungsgericht Mitte 2012 erneut für verfassungswidrig erklärt. Alle Bundestagsparteien mit Ausnahme der Linken einigten sich daraufhin im Oktober 2012 auf die Einführung von Ausgleichsmandaten. Die Reform wurde Anfang 2013 von Bundestag und Bundesrat verabschiedet und durch Anpassung des Bundeswahlgesetzes umgesetzt.

Die neue Regelung sieht vor, dass Überhangmandate vollständig durch sogenannte Ausgleichsmandate kompensiert werden müssen. Auch aus anderen Gründen (z.B. Rundungsfehler) entstehende Abweichungen von der Zweitstimmenverteilung (sogenannter Verzerrungsüberhang) werden durch Ausgleichsmandate kompensiert.

Durch die Ausgleichsmandate kann es allerdings zu einer erheblichen Vergrößerung des Bundestags über die bisherige Mindestzahl von 598 Mitgliedern hinaus kommen. Experten halten für die Zukunft eine Größe des Bundestags von bis zu 800 Abgeordneten für nicht unrealistisch.

Für die Bundestagswahl 2013 ergaben sich allerdings lediglich 4 Überhangmandate und 29 Ausgleichsmandate. Der 18. Deutsche Bundestag hat somit 631 Sitze.


Tabelle
Wahlergebnisse 2017 und 2013 im Vergleich

Wahlergebnis
2017
Zweitstimmen
in Prozent 
2013
Zweitstimmen
in Prozent
2017
Sitze
2013
Sitze
CDU
26,8
34,1
200
255
CSU
6,2
7,4
46
56
CDU/CSU
33,0
41,5
246
311
SPD
 20,5
25,7
153
193
LINKE
 9,2
8,6
69
64
GRÜNE
 8,9
8,4
67
63
FDP
 10,7
4,8
80
---
AfD
 12,6
4,7
92*
---
Sonstige
 5,0
6,2
--- ---

* 2 MdB der AfD erklärten sich als fraktionslos