Die APEC auf einen Blick

SPOTLIGHT: Das Gipfeltreffen der 21 APEC-Teilnehmerstaaten in Papua-Neuguinea endete am 18. November 2018 im Streit. Erstmals in der Geschichte des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC) konnten sich die Teilnehmer nicht auf eine gemeinsame Abschlusserklärung einigen, vor allem wegen des Handelsstreits zwischen den USA und China.


APEC - Logo
Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC)
Asiatisch-Pazifische Wirtschaftskooperation

APEC - Mitglieder

Hintergrund

Die APEC wurde 1989 auf Initiative von Japan und den USA als regionales Forum mit zunächst 12 Mitgliedstaaten gegründet.

Ziele

Verbesserung der wirtschaftlichen Kooperation in der Pazifik-Region. Langfristiges Ziel ist die Schaffung einer Freihandelszone bis zum Jahr 2020.

Mitglieder (21)
(siehe Tabelle am Seitenende)

Weiterführender externer Link


APEC - Einwohnerzahlen und Wirtschaftsleistung

Einwohner und Wirtschaftsleistung

Die Grafik vergleicht die Einwohnerzahlen (linkes Diagramm) und die jeweilige Wirtschaftsleistung (rechtes Diagramm) der APEC-Mitglieder. Die 21 Mitgliedsstaaten der APEC umfassen mit Stand 2017 ca.

  • 40 % der Weltbevölkerung (2,89 von 7,53 Milliarden Menschen)
  • 50 % des Welthandels
  • 60 % des Welt-Bruttoinlandsprodukts (48.030 von 80.684 Milliarden US-Dollar).

Zur APEC gehören

  • mit den USA die größte Volkswirtschaft der Welt
  • mit China das bevölkerungsreichste Land der Welt
  • mit Russland das größte Flächenland der Welt

 

APEC-Gipfeltreffen 2018

Der Vorsitz der APEC rotiert jährlich unter den Mitgliedstaaten. Eine formale Struktur mit festen Institutionen existiert bislang nicht. Die Kooperation findet in der Regel in verschiedenen Ausschüssen und Ministertreffen statt. Das nur schwach besetzte Sekretariat mit Sitz in Singapur tritt kaum Erscheinung. Höhepunkt der APEC ist das jährlich stattfindende "informelle" Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs.

2018 richtete Papua-Neuguinea am 17./18. November das Gipfeltreffen aus. Erstmals in der Geschichte der APEC einigten sich die Teilnehmer nicht auf eine gemeinsame Abschlusserklärung. Gründe waren in erster Linie der Handelsstreit zwischen den USA und China, deren unterschiedliche Bewertung der zukünftigen Rolle der WTO und die Kritik der USA und anderer am Vordringen Chinas im Pazifik.


Entwicklung

Auf dem 11. informellen Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der APEC am 21./22.10.2003 in Bangkok (Thailand) bekräftigten die Teilnehmer ihre Entschlossenheit, den internationalen Handel und die wirtschaftliche Entwicklung nicht durch die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus beeinträchtigen zu lassen. In der Erklärung wurde außerdem die Verpflichtung der APEC-Mitglieder hinsichtlich der Abschaffung von Zöllen auf die Landwirtschaft und des Abschlusses der laufenden Verhandlungsrunde der Welthandelsorganisation bekräftigt.

Ein zehnjähriges Moratorium für die Aufnahme neuer Mitglieder endete 2007. Seitdem können sich weitere Staaten um eine Mitgliedschaft bewerben.


Kommentar

Die weltpolitische Bedeutung der APEC steht in keinem Verhältnis zu den o.a. erwähnten Potentialen der größten Mitgliedstaaten. Abgesehen davon, dass ihre Treffen die Regierungschefs bedeutender Länder zusammenbringt, ist sie als eher loser Verbund von Staaten eine (noch) relativ schwache Organisation, da die Interessen und Potentiale ihrer Mitglieder zu unterschiedlich sind und Beschlüsse im Konsens getroffen werden müssen.

Immerhin wurden Zölle abgebaut und Mechanismen entwickelt, um Währungskrisen wie in den neunziger Jahren künftig zu verhindern.


Tabelle
Mitglieder der APEC (21)

Australien
Japan
Peru
Brunei
Kanada
Philippinen
Chile
Süd-Korea
Russland
Taiwan*
Malaysia
Singapur
China (VR)
Mexiko
Thailand
Hongkong**
Neuseeland
USA
Indonesien
Papua-Neuguinea
Vietnam

*  Republik China (auch als "China Taipeh" oder "Formosa" benannt)
** Sonderwirtschaftszone (SWZ) der VR China