Die SCO auf einen Blick

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Shanghai Cooperation Organisation (SCO)
Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ)

SCO - Migtlieder

 

Hintergrund

Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) ist eine internationale Organisation, die im Juni 2001 gegründet wurde. Sie ging aus der 1996 als "Shanghai 5" von China, Kasachstan, Kirgistan, Russland und Tadschikistan gegründeten Organisation hervor. Im gleichen Jahr (2001) trat Usbekistan der SCO bei. Die SCO hat seit 2004 einen Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen.

Ziele

Ursprünglicher Schwerpunkt war die sicherheitspolitische Zusammenarbeit in den Grenzregionen der Mitgliedsstaaten. Die heutigen Schwerpunkte liegen auf  der Stabilität in der Region, dem Kampf gegen Terrorismus, Separatismus und Extremismus sowie Wirtschafts- und Handelsfragen und Aspekte der Energiesicherheit.

Mitgliedstaaten (6)

China, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Usbekistan

  • im Beitrittsprozess (2): Indien, Pakistan
  • Beobachter (4): Afghanistan, Indien, Mongolei, Weißrussland
  • Dialogpartner (6): Armenien, Aserbaidschan, Kambodscha, Nepal, Sri Lanka, Türkei

Weiterführender externer Link


Strukturen

  • Jährliche Treffen der Staats- und Regierungschefs
  • Regelmäßige Treffen auf Minister- und Senior Official-Ebene
  • 2004 wurde das SCO-Sekretariat in Peking eingerichtet; der Generalsekretär wird auf dem SCO-Gipfel für jeweils drei Jahre bestimmt.

Die Mitglieder beachten das Prinzip der Nichteinmischung. Entscheidungen werden im Konsens getroffen. Die offiziellen Arbeitssprachen der SCO sind Chinesisch und Russisch.

Aktivitäten

2004 wurde eine regionale Antiterror-Zusammenarbeit eingerichtet (Regional Anti-Terrorism Structure).

Kooperationsvereinbarungen bestehen mit der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN).


Kommentar

Die SCO ist derzeit eine noch relativ lose Kooperationsgemeinschaft. Auf russischer Seite dürfte die (Wieder)Einbindung Zentralasiens und ein gutes Verhältnis zur kommenden Weltmacht China im Mittelpunkt der Überlegungen stehen; auf chinesischer Seite dürfte die Bekämpfung des grenzüberschreitenden Terrorismus und die Energieversorgung vorrangig sein.

Beide Staaten versuchen sicherlich auch, ein Gegengewicht zum zunehmenden Einfluss der USA in Asien sowie zur kommenden Großmacht Indien zu bilden.
Mit der Türkei ist 2012 ein NATO-Mitgliedstaat(!) als Dialogpartner hinzu gekommen.

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